Unser Tarifsystem.

Für eine zukunftsfähige Wasserversorgung.

Das neue Systempreismodell

Trinkwasser in gewohnter Qualität und zum fairen Preis - dafür wollen wir auch in Zukunft sorgen. Um die Wasserversorgung in Nettetal auch weiterhin zukunftssicher zu gestalten und die Kosten verursachungsgerechter zu verteilen, passen wir unser Tarifmodell zum 1. Januar 2021 an. Mit dem neuen Systempreis werden die Vorhaltekosten der Trinkwasserversorgung nach dem Verursachungsprinzip auf alle Nutzer verteilt. Wir geben damit eine wichtige Antwort auf die Entwicklungen des Klimawandels und eine sich verändernde Wassernachfrage. Nachfolgenden Generationen wollen wir ein solide aufgestelltes Versorgungssystem überlassen.

Damit wir alle Bürger mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgen können, ist eine aufwändige Infrastruktur notwendig. Unabhängig von der Wassernachfrage investieren wir fortwährend in die technischen Anlagen und Rohrleitungen, um eine sichere Versorgung zu garantieren. Entsprechend hoch sind die fixen Kosten für die Wassergewinnung und Verteilung des Trinkwassers. Diese Kosten fallen unabhängig von der abgegebenen Wassermenge an. Lediglich ein kleiner Teil der Versorgungskosten hängen vom tatsächlichen Trinkwassergebrauch der Verbraucher ab. Hierunter zählen unter anderem die Energiebezugskosten und das Material zur Wasseraufbereitung. Eine rückläufige Trinkwasserabgabe wirkt sich kaum auf die Gesamtkosten aus, denn Anlagen und Netze für die Aufbereitung und Verteilung sind unabhängig von der genutzten Menge weiterhin erforderlich.

Ein Tarif mit Zukunft

Um die Versorgung mit unserem wichtigsten Lebensmittel uneingeschränkt sicherzustellen, war eine geänderte Tarifstruktur notwendig. Mit dem bewährten Systempreismodell nähern wir uns der Kostenstruktur für die Trinkwasserversorgung an. Unser neuer Wassertarif besteht aus einem Systempreis und Mengenpreis. Dabei umfasst der Systempreis die sichere Wasserversorgung. Der Mengenpreis richtet sich nach dem realen Verbrauch. Der Begriff Systempreis ersetzt den bisherigen Grundpreis und der Mengenpreis den bisherigen Arbeitspreis. Durch die Anpassung des Tarifsystems schaffen wir die Trinkwasserversorgung wirtschaftlich abzusichern, ohne Mehrerlöse für das Unternehmen zu erzielen. Das konnte erreicht werden, indem der Grundpreisanteil angehoben wird. Gleichzeitig werden die Mengenpreise leicht gesenkt. Im Klartext heißt das: Die Anpassung des neuen Entgeltsystems erfolgt umsatzneutral.

Für private Verbraucher ändert sich kaum etwas. Wie schon im aktuellen Tarifsystem sind auch künftig die Wohneinheiten maßgeblich für den Grundpreis. Um die Vorhaltekosten verursachergerechter zu verteilen, steigt der Grundpreis anders als bisher in Abhängigkeit der Wohngebäudegröße nicht linear, sondern degressiv an. Das heißt: je mehr Wohneinheiten in einem Haus, desto niedriger der Grundpreis für die einzelne Wohneinheit. Für Gewerbekunden und landwirtschaftliche Betriebe wird künftig nicht mehr die Zählergröße, sondern die Verbrauchsmenge maßgeblich für die Höhe des Grundpreises sein.