Strommast

Energiepreisbremsen &

Soforthilfe im Dezember

Die Entlastungspakete

Die Bundesregierung hat umfangreiche Entlastungspakete geschnürt. Gemeinsam umfassen sie fast 300 Milliarden Euro. Das Ziel: Bürgerinnen und Bürger sollen in dieser Zeit unterstützt, Energiekosten gedämpft und Arbeitsplätze gesichert werden. So wurden Verbraucherinnen und Verbraucher von der Abschlagszahlung für Gas und Wärme im Dezember 2022 befreit. Die Einmalzahlung dient als spürbare Entlastung, um den Zeitraum bis zu den Energiepreisbremsen zu überbrücken. Diese werden ab März 2023 umgesetzt und gelten rückwirkend ab Januar 2023. Der Bund übernimmt die Kosten für diese Maßnahmen. 

Mehrwertsteuer auf Gas wird gesenkt

Angesichts der hohen Gaspreise hat der Bund die Mehrwertsteuer auf Erdgas gesenkt. Ab 1. Oktober 2022 werden Gaslieferungen temporär mit 7 statt wie bisher 19 Prozent abgerechnet. Gute Nachricht für unsere Kunden: Erhalten Sie von uns eine Rechnung, die sich auf einen Abrechnungszeitraum nach dem 30. September 2022 bezieht, berechnen wir den Gasverbrauch rückwirkend für das ganze Jahr mit 7 Prozent (ausgenommen Tarifanpassungen und RLM-Kunden). Die Mehrwertsteuer-Senkung ist befristet bis zum 31. März 2024.

 

Die Soforthilfe ist Bestandteil mehrerer Entlastungsmaßnahmen. So wurde bereits Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein Energiegeld in Höhe von 300 Euro ausgezahlt und die Mehrwertsteuer auf Gas von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende erhielten im Dezember ebenfalls ein Energiegeld in Höhe von 300 Euro.

Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme

Um Energie- und Wärmekunden angesichts der stark gestiegenen Energiepreise weiter zu entlasten, hat die Bundesregierung Ende 2022 Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme beschlossen. Ab 1. März 2023 werden die Entlastungen umgesetzt. Unsere Kundinnen und Kunden informieren wir zeitnah mit einem Anschreiben darüber, wie sich diese Entlastungen für sie konkret auswirken.

So funktionieren die Energiepreisbremsen

Die Energiepreisbremsen für Haushalte und kleinere Unternehmen funktionieren wie folgt: Für 80 Prozent Ihres persönlichen prognostizierten Jahresverbrauches wird ein gesetzlich festgelegter Referenzpreis berechnet. Der prognostizierte Jahresverbrauch basiert in der Regel für Gas und Wärme auf dem Jahresverbrauch aus 2021. Für Strom wird als Berechnungsgrundlage der Jahresverbrauch aus 2022 genommen. Bei der Preisbremse übernimmt der Staat die Differenz zum Preis des aktuellen Tarifs. Der Referenzpreis für Haushalte sowie kleinere Unternehmen beträgt:

  • Gas 12 Cent pro Kilowattstunde (kWh),
  • Wärme 9,5 Cent/kWh und
  • Strom 40 Cent/kWh.

Für die Energie, die Verbraucherinnen und Verbraucher über die 80 Prozent des prognostizierten Jahresverbrauchs hinaus verbrauchen, zahlen sie den vertraglich vereinbarten Arbeitspreis.

Die Energiepreisbremsen starten im März 2023 und gelten rückwirkend ab Januar 2023. Vorerst ist die Dauer der Energiepreisbremsen auf ein Jahr bis Ende 2023 begrenzt. Gegebenenfalls können die Preisbremsen von der Bundesregierung um weitere vier Monate bis zum 30. April 2024 verlängert werden. Die Entlastungen werden aus Mitteln des Bundes und durch Überschusserlöse finanziert, die Stromproduzenten durch gestiegene Strompreise erreichen. Mehr Informationen zu den Entlastungspaketen der Bundesregierung und den Preisbremsen gibt es auf den Seiten der Bundesregierung unter "Wir entlasten Deutschland".

Es lohnt sich, weiterhin Energie zu sparen!

Bei allen Entlastungs-Paketen wird kein hundertprozentiger Ausgleich der Belastungen möglich sein. Umso wichtiger ist es, sparsam mit Energie umzugehen. In fast jedem Haushalt gibt es noch Möglichkeiten, Energie einzusparen: Zum Beispiel die Heizung herunterdrehen, wenn niemand zu Hause ist, Stoßlüften und beim Duschen auf Dauer und Temperatur achten. Auch ein oder zwei Grad weniger Raumtemperatur tragen dazu bei, kostbare Energie zu sparen. Jedes Grad weniger verbraucht sechs Prozent weniger Energie und schont Ihren eigenen Geldbeutel.

Die stark gestiegenen Energiepreise sind für uns alle und insbesondere auch für Sie als Verbraucher eine große Herausforderung. Mit den Unterstützungsleistungen der Dezemberhilfe und Preisbremsen wird die Kosten-Belastung zwar spürbar gedämpft, im Vergleich zu früheren Jahren jedoch hoch bleiben. Deshalb lohnt sich Energie sparen weiterhin und trägt dazu bei, den Preisdruck am Gas- und Wärmemarkt zu verringern sowie die Wahrscheinlichkeit einer Gasmangellage zu reduzieren. Je mehr Sie sparen, desto stärker profitieren Sie von den Preisbremsen.

Tipps zum Energiesparen finden Sie auf unserer Website und auf den Seiten www.sparenwasgeht.de, einer Initiative der Energiewirtschaft.

 

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